Ausgangspunkt dieses Projekts ist die Beobachtung, dass Schwarze Kinder und Jugendliche oftmals früh den Anschluss verlieren und nicht an die Leistungen ihrer Mitschüler anknüpfen können. Infolgedessen werden sie als lernschwach und verhaltensauffällig bezeichnet. Auf diese Fremdzuschreibung reagieren die Kinder und Jugendlichen wiederum mit Passivität, Rückzug und schlimmstenfalls mit einer rebellischen Haltung. Eine weitere Problematik kann eine mangelnde Unterstützung durch das Elternhaus sein. Oft können die Familien ihren Kindern und Jugendlichen aufgrund fehlender Ressourcen (z.B. sprachliche Barrieren, fehlende Kenntnisse über das deutsche Schul- und Bildungssystem) nicht die Unterstützung bieten können, die sie gerne bieten würden. 

Was machen wir?

Unterstützen
Unterstützung in jeder Hinsicht ist erwünscht. Die Weitergabe von Erfahrungswissen und die Hilfe bei Problemen stehen dabei im Vordergrund.
Herausfordern
Kinder brauchen Herausforderungen, um sich zu entwickeln. Mentoren stärken das Kind und ermutigen es, diese anzunehmen.
Engagieren

Das Mentoring soll nicht einseitig durch uns gesteuert werden. Die Kinder sollen eine proaktive Rolle bei der Ausgestaltung einnehmen.

Motivieren
Motivationsnischen finden: Kinder lernen aus einem inneren Antrieb. Nur was sie wirklich interessiert, machen sie auch gern und gut.
Begleiten
Die Kinder sollen durch soziale Begleitung zu selbstbewussten Menschen heranwachsen, ihre Potentiale entfalten und ihre Ziele erreichen.
Gewinnen

Der Mentee profitiert durch die Unterstützung seines Mentors. Für den Mentor werden durch die Arbeit mit Kindern neue Perspektiven eröffnet

Wie funktioniert Vorbilder?

Das Programm setzt an den beiden Stellschrauben “fehlende Motivation” und “mangelnde Unterstützung” an. Junge Menschen brauchen Vorbilder, die ihnen dabei helfen, sich zu formen, zu bilden und ihr Potential zu finden und zu fördern. Die Mentoren dienen zum einen als Vorbilder für die Jugendlichen, da sie einen ähnlichen kulturellen Hintergrund haben. Zum anderen haben sie dieselben Herausforderungen schon erfolgreich gemeistert und können die Jugendlichen unterstützen. Durch die eigene Laufbahn, als auch durch kulturübergreifende Erfahrungen, sollen sie als Vermittler zwischen Kind, Eltern und LehrerInnen fungieren.

Das Projekt verläuft in zwei Phasen:

Phase 1 – Gruppenmentoring im zwei Wochen Rhythmus in der Schule: Vorbilder und Mentees lernen sich gegenseitig kennen und erarbeiten spielerisch Themen wie Respekt und Mobbing.  Dabei setzen wir auf einen ressourcenorientierten, nachhaltigen sowie fehlerfreundlichen Ansatz, welcher es den Jugendlichen ermöglicht, eigene Potenziale sowie Stärken und Talente zu entdecken. Wir behandeln gesellschaftlich relevante Themen wie Kommunikation, Selbstmanagement und Identität und helfen den Mentees, sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Die Themen und Bildungsziele werden spielerisch und mit einem hohen Anteil an Selbstreflexion erarbeitet. Typische Methoden sind dabei u.a. Rollenspiele, Bewegungs- und Tanzspiele, kreatives Schreiben und Gestalten sowie gruppenorientierte Diskussionen.

Zudem erweitern wir die Perspektiven der Mentees zusätzlich, indem wir mit ihnen Theaterstücke, Musicals und Kunstausstellungen besuchen. Ein Highlight des Gruppenmentorings ist eine einwöchige Kennenlernreise, bei der die Mentees die Gelegenheit haben, wertvolle Entlastung von ihrem Alltag zu erleben und spielerisch an ihren Visionen und Zielen zu arbeiten. Des Weiteren zeigen wir ihnen neue beruflicheMöglichkeiten auf, indem wir mit ihnen Betriebe besuchen und auf diese Weise einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen.

Phase 2 – Einzelmentoring 1x im Monat außerhalb der Schule:  Ziel ist es, dass Vorbilder und Mentees eine nachhaltige Bindung aufbauen, Freizeitaktivitäten durchführen und bei Problemen gemeinsam eine Lösung erarbeiten.

 Schritt 1: Das Kind erzählt
    • Bindung aufbauen
    • Familie kennenlernen
    • Ängste eruieren
    • Interessen erfassen
Schritt 2: Gezieltes Mentoring
  • Ziele setzen
  • Impulse geben
  • Gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • Individuell begleiten
Schritt 3: Herausfordern
  • Horizont erweitern
  • Stärken fördern
  • Schwächen erkennen
  • Lösungen erarbeiten
Schritt 4: Enge Freundschaft
  • Selbstreflektiertes Handeln
  • Gestärktes Selbstvertrauen
  • Gegenseitige Wertschätzung
  • Beidseitiger Gewinn

Wer sind wir?

Das Orga-Team

Katia Danquah

Verwaltung & HR

– Buchhaltung
– Office & Teammanagement
– Administration
– Bildungsreferentin

k.danquah@futureofghana.com

Shanice Sintim

HR & Social Media

– Öffentlichkeitsarbeit
– Marketing
– Kooperationen
– Feel-Good-Management

s.sintim@futureofghana.com

Emily Danso

Einzelmentoring & Verwaltung

– Betreuung
– Mentees und Mentor*innen
– Matching
– Administration
– Officemanagement

e.danso@futureofghana.com

Lyn Birago

Einzelmentoring & Gruppenmentoring

– Allgemeine Projektkoordination
– Betreuung
– Mentees und Mentor*innen
– Schulkooperation
– Bildungsreferentin

l.birago@futureofghana.com

Daisy Tanja Scheffler

Fundraising & Beratungsstelle

– Berufsberatung & -orientierung für SuS, Familienberatung
– Fundraising
– Öffentlichkeitsarbeit & Kooperationen
– Organisationsentwicklung

t.scheffler@futureofghana.com

Phillip Harms

Fundraising & Verwaltung

– Fundraising & Buchhaltung
– IT
– Rechtliches
– Strategische Ausrichtung

p.harms@futureofghana.com

Janet Owusu

Bildungsreferentin

– Bildungspolitische Arbeit
– Kinder & Jugendschutz
– Pädagogische Konzeption (auf Anfrage)

j.owusu@gmx.de